Der Drentsche Partrijshod

Der Drentsche Patrijshond, auch Rebhuhnhund (patrijs=Rebhuhn) oder Hühnerhund genannt stammt aus der niederländischen Provinz Drent (in Volksmund wird er auch „Drent“ genannt).

Der Drent entstammen aus der grossen Familie der alten „Vogelhunde“, aus der viele heutige Rassen entstanden sind. Ob die Spanier sie in die Niederlande gebracht haben, wie häufig angenommen wird, oder ob sie schon vor der spanischen Herrschaft hier heimisch waren, lässt sich heute nicht mehr feststellen.

In der Provinz Drent, umgeben von ausgedehnten Torfmooren jagten die Bauern früher das noch häufige Rebhuhn, die Wachtel und das Birkhuhn, wobei der Hund die Aufgabe hatte, das Wild durch Vorstehen anzuzeigen. Der Drent konnte aber auch um das Haus herum Ratten und Mäuse fangen und gleichzeitig den Hof bewachen. Wenn nötig diente er auch als Zughund, wenn der Bauer die Bienenkästen in die blühende Heide brachte.

1943 beschloss der Raad van Beheer (Holländische kynologische Gesellschaft) den Drentsche Patrjishond als niederländische Rasse anzuerkennen und im Stammbuch zu registrieren. In Holland werden jährlich rund 500 Welpen ins Stammbuch eingetragen. Der Gesamtbestand wird in den Niederlanden auf etwas über 5000 Hunde geschätzt. (Text aus Enzyklopädie der Rassehunde von Hans Räber)

Der Drentsche Patrijshond heute

Dem Drent stehen in der heutigen Zeit und in unserem Land keine ausgedehnten Moore mit Rebhühnern, Wachteln und Birkenhühnern zur Verfügung. Das Ausleben der jagdlichen Passion ist, auch in Jägers Händen, auf ein Minimum eingeschränkt. Parallel hat sich die Rasse jedoch nicht zu einem Schoss und Sofahund entwickelt. Das heisst, diese Rasse braucht ausser viel Bewegung auch eine Aufgabe und eine konsequente Erziehung. Der Drent ist einfallsreich, lebhaft, schnell, ausdauernd, aktiv, ein Stratege, anschmiegsam.

Viele Beschäftigungs- und Sportarten sind geeignet um aus dem Drent einen ausgeglichenen führigen Familienhund zu machen. So lässt er sich in Obedience, Begleithund, Agility, Mobility, Fährtenarbeit, Verlorenensuche, Zughund, Apportierhund usw. ausbilden. Ist ein Hund von Anfang an Kinder gewöhnt und kennt seine Grenzen (wie übrigens jeder andere Hund auch) ist auch dass kein Problem. Der Drent hat einen hohen Bewegungsbedarf. D.h. er sollte täglich die Möglichkeit haben zu rennen, sei dies auf einem grossen Gelände oder am Velo mit seinem Besitzer.

Uns gelingt ein Weg von tausend Schritten nur, wenn wir den Mut haben, den ersten zu tun.